Ludwig Saar: Insider aus Dunstkreis der Regierung schreibt Thriller über Maskengeschäfte der Politik

Ein Mitglied der CSU-Bundestagsfraktion - zurückgetreten. Ein ex-Justizminister der CSU - involviert. Weitere Bundestagsabgeordnete der CDU: Beteiligt. "Maskengate" erschüttert gerade jene CSU/CDU - Bundestagsabgeordnete, die sechsstellige Beträge an Schmiergeldern kassiert haben sollen, um letztendlich Maskenaufträge an die richtigen Leute zu delegieren. Das ist die eine Sache. Weitaus dramatischer für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dürfte das Interview eines aus dem inneren Zirkel der Macht stammenden Insiders sein, der just jetzt als Thriller-Autor Ludwig Saar der Online-Ausgabe von RT DE zur Verfügung stand.

Nicht nur die Tatsache, dass Saar - es ist ein Pseudonym - mit RT DE sprach, ist beachtlich. Auch der Zeitpunkt des Erscheinens seines Buches MASKENLAND ist ein seltsamer Zufall - es wurde bereits am 23.2.2021 bei Books on Demand verlegt und erblickte somit noch vor Bekanntwerden der Skandale um Nüßlein & Co. das Licht der Welt.

Das Buch ist Fiktion. Das im RT DE Interview angerissene Insiderwissen von Ludwig Saar hingegen nicht.

Auszüge:

Ludwig Saar ist das Pseudonym eines Insiders aus den engsten Zirkeln der Macht – der punktgenau zum Korruptionsskandal um den CSU-Vize Georg Nüßlein den Thriller "Maskenland" bei Books on Demand veröffentlichte. RT DE-Gastautor Vlad Georgescu sprach mit Saar über die Berliner Republik, Corona und das Milliardengeschäft mit den Masken.[...]

Herr Saar, den Bundesaußenminister kennen Sie persönlich, Sie duzen sich seit Jahren. Wissen Sie, ob er seine Masken im Netzwerk von CSU-Fraktionsvize Georg Nüßlein gekauft hat?

Wo der Außenminister seinen Mund-Nasenschutz bezieht, bleibt seine Privatsache. Wenn Sie aber auf die Verstrickungen zwischen Politik und Maskengeschäft anspielen, dann kann ich Ihnen sagen: Mir war früh klar, dass hier etwas im Busch ist.[...]

Und wie lässt sich der aktuelle Korruptionsskandal um Nüßlein einordnen?

Das fällt ebenfalls in die Kategorie Wegschauen. Ich persönlich hatte bereits im Sommer Hinweise darauf erhalten, dass Beamte in Ministerien 5 Cent pro Maske verlangen, um die entsprechenden Kaufaufträge auf Länderebene auszulösen. Allerdings kommen solche Hinweise immer vage, meist ohne wasserdichte Dokumentation daher. Man kann also darüber reden, intern spekulieren – mehr aber auch nicht. [...]

Das gesamte Interview können Sie an dieser Stelle bei RT DE lesen.